„Ach komm, Österreich!“ – Gastronomie will kein Leitungswasser mehr kostenlos ausschenken.

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Die Gastronomie-Branche weiss worauf es heutzutage ankommt, denn der Wirt von nebenan kann es einfach nicht mehr länger hinnehmen! Da bestellen doch die Leute, seine lieben Kunden, vermehrt ein Glas Leitungswasser zum Essen und das auch noch für umsonst, für lau, für umme. Das ist so nicht mehr zu ertragen und nicht mehr länger auszuhalten! Unverschämt, eine Branche kämpft um Ihr Recht: 

Immer mehr Menschen bestellen in Cafe`s, Kneipen und Restaurants zum Essen gratis ein Glas Leitungswasser dazu. Diese Verhaltensweise des Kunden ist mehr als nur zu begrüßen, schließlich ist Leitungswasser das ökologisch & nachhaltigste Getränk, denn:

– Mineralwasser hat im Durchschnitt eine 1000fache höhere Ökobilanz durch Herstellung, Verpackung, Transport, Produktion etc. als Leitungswasser

– Mineralwasser ist im Durchschnitt 500 mal teurer für den Konsumenten als Leitungswasser

(Siehe hierzu für weitere wissenschaftliche Ergebnisse/ Erläuterungen / Darstellungen: ESU Services, Zürich, Schweiz http://www.esu-services.ch)

In Österreich ist jetzt eine Diskussion darüber entbrannt, dass die dortigen Gastronomen den Kunden für jedes Glas Leitungswasser Geld berechnen wollen.

Herr Ober, ein Glas Leitungswasser bitte!“ – Diese Bestellung könnte in Österreichs Gastronomie künftig vermehrt mit einer Rechnung für das Leitungswasser enden. Die Gastrosparte der Wirtschaftskammer (WKÖ), wird bis August jedenfalls eine neue Umfrage unter den heimischen Wirten durchführen, wie sie diesem „sensiblen Thema“ gegenüberstehen, kündigte Spartenobmann Helmut Hinterleitner an. Denn das Konsumverhalten habe sich geändert, es werde immer mehr Wasser in Gaststuben konsumiert – ob bloß oder gemischt mit Fruchtsäften.

An die zehn Prozent der Wirte in Österreich verrechnen laut Medienberichten bereits kleine Beträge für das kühle Nass, das als gesunde Getränkealternative im Trend zu liegen scheint. Für die Gastronomen ist das gratis kredenzte Wasser teils ein Ärgernis, da Servicekosten entstehen und andere Getränke weniger konsumiert würden. Das Thema „kocht immer wieder hoch – vor allem wenn es heiß ist, wie derzeit“, so Hinterleitner.“

Vergleiche hierzu: http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/1262103/Gerechtfertigt-bei-Leitungswasser-etwas-zu-verrechnen?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

 Das die Gastronomie ein schwieriges Geschäft ist mit hohen Konkurrenzdruck  ist völlig klar, aber muss man deshalb mit dem bewussten und richtigen Konsumverhalten des Kunden gleich wieder „Kasse machen“. Sollte das trinken von Leitungswasser nicht gefördert werden und eine Sensibilisierung hierzu stattfinden?!  Österreich wird eine Antwort auf die Frage finden.

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