Die Brücke vom Kindergarten nach Afrika

…Da geht das Geschreie wieder los und die Kinder brüllen, treten und schlagen wild

um sich.  Doch was ist passiert an diesem friedlichen, sommerlichen Mittwochmorgen?

Auf dem allwöchentlichen Kindergartenausflug zum Spielplatz – dem mit der

Wasserpumpe – konnten sich Mike, Jonas und Ida mal wieder nicht einigen,

wer von ihnen „die beste Idee“ hatte, um damit seine persönliche

Phantasiewelt in den Sand zu bauen.

Drum machen sich alle drei fleißig ans Umsetzen ihrer eigenen Ideen.

Ida will kleine Brücken über die Flüsse für ihre Tannenzapfentiere von

einer Sandburg zur nächsten bauen, Mike lieber ein tiefes Loch buddeln, in

das er Idas Tannenzapfentiere werfen kann, der Chef im Ring ist aber Jonas.

Der sitzt mit seiner Schaufel am nächsten zur Pumpe und hat Bock das Wasser

zu stauen. Gedacht, getan. Und damit sitzen Ida und Mike auf dem Trockenen,

denn ohne Jonas‘ Gutdünken kriegen die beiden nun überhaupt nichts vom

Wasser aus der Pumpe ab und fangen demensprechend an zu plärren, zu zanken,

zu verprügeln.

Selbstverständlich  kommt fix eine völlig unterbezahlte Kindergärtnerin (Erzieherin) herbei,

die den Zwist diplomatisch schlichtet.

Jonas soll ein Loch in seinen Damm bohren, damit unter Idas Brücken Wasser

fließt. Außerdem soll Ida sich nicht so anstellen – das ganze Wasser

bräuchte sie ja nicht – und einen Kanal zu Mikes Loch graben. Und alle sind

glücklich. Kann alles so einfach sein.

Wasser verbindet, hat Konfliktpotential, ist Machtinstrument, ist

kooperationsfördernd.

 „Was erzählt ihr mir jetzt hier? Ein dusseliges Kindergartenbeispiel und

daraus zieht ihr so etwas?“

 „Ja, durchaus.“ 

Denn runtergebrochen von „der globalen Welt“ auf  „den Kindergarten“ spielt sich das Verhalten

im Kindergarten tagtäglich in unserer erwachsenen Welt ab.

Einen sehr guten Überblick zu diesem Thema gibt dieser Artikel:

http://www.bpb.de/internationales/afrika/afrika/59071/ressource-wasser?p=0

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