Studie: Die Problematik der Wasserprivatisierung

Auf mehrfacher Nachfrage via Mail, und in der Hoffnung das es nicht allzu „weh tut“ verlassen wir in diesem Beitrag einmal das Veröffentlichen von „leichter Kost“ und werden für einen Moment fundiert wissenschaftlich. Gerade durch die aktuelle Kampagne „right2water“ ist das Thema Wasserprivatisierung  mittlerweile fast so spannend wie die Beziehungs-Tragödie der Familie van der Vaart.

(zu right2water und so: https://ben83ian.wordpress.com/2013/01/16/nestle-vs-www-right2water-eude/)

saniererBild: Heiner Grimm

Emanuele Lobina und David Hall legten im Juni 2003 eine Studie vor,  die Problematik der Wasserprivatisierung mit neusten Beispielen und Trends beschreibt. Auch wenn die Studie ein wenig älter ist, die Erkenntnisse daruas sind auch noch heute die gleichen:

 http://www.psiru.org/reports/2003-06-W-over.doc

“In unzähligen Beispielen zeigen die Autoren, wie die Wasserfirmen zuerst mit attraktiven Offerten (oder auch via Korruption) von einem Land oder einer Stadt eine Konzession erhalten haben, um dann innert wenigen Monaten die Wasserpreise zu erhöhen, die Investitionen zu verkleinern oder eine Neuverhandlung des Vertrages mit besseren Konditionen für den Konzern (siehe oben) zu erzwingen. Die öffentliche Hand kann dem meist nichts entgegensetzen, da sie viel weniger Mittel für juristische Streite und technisches Know-how für die Verhandlungen haben als die Konzerne. Zudem ist die Regierung oft abhängig von der Weltbank, die hinter dem Konzern steht. Oft werden die Verträge auch vor den lokalen Kontrollorganen geheimgehalten (Cochabamba, Bolivien, und Guinea), sodass Missbräuche durch die Firma nur nach langen Prozessen zu beweisen sind. In vielen Fällen geben die konzessionierten Firmen Aufträge statt an lokale Firmen an die eigenen Tochterfirmen, und zwar zu massiv überhöhten Preisen, um noch mehr zu profitieren.“ (Markus Meury, Juli 2004)

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