Ein T-Shirt – Teil 1 einer Geschichte

Update: Wir halten es da sehr gerne mit König Boris von Fetts Brot: „TUE GUTES UND HALT DIE SCHNAUZE!!“ Deshalb nur ganz kurz die Info: Die Spenden sind überwiesen für die Vereinsarbeit von Viva con Agua de Sankt Pauli e.V., die durch die Verkäufe von „Ein T-Shirt – eine Geschichte“ generiert werden konnten.

DIE SHIRTS gibt es hier im Shop: http://hydrophil.bigcartel.com

Diesen Blog gibt es jetzt bereits seit 15 Monaten; auch wenn sich der Name des Blogs verändert hat, die Ziele sind noch immer die gleichen, since Juli 2012: „Dies ist und bleibt ein Blog, der keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt, sondern versucht das Thema “Wasser” in all seinen Facetten zu spiegeln und massentauglich zu interpretieren. Es geht um die einfache Darstellung von komplizierten Themen, um einen Denkanstoss. – Wir sind HYDROPHIL.“

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Wenn man sich permanent mit dem faszinierenden Thema Wasser in all seinen Facetten beschäftigt und darüber schreibt, dann wird man zwangsläufig von seinen Freunden & Bekannten darauf angesprochen. Während dieser Gespräche, bei einem Feierabendbierchen, irgendwann abends, irgendwo in Hamburg, stand bald eine Frage im Raum: „Kann es eigentlich ein Shirt, welches alle relevanten Siegel von „Fair-Trade“ bis „Organic Cotton“ besitzt, geben?“, und: Wieviel würde so ein Shirt eigentlich kosten? Wie setzen sich diese Kosten eigentlich zusammen? Ist es möglich, dass auch die Druckerfarbe „wasserneutral“ ist?

Here we go! In 4 Monaten ist nun dieses auf 40 Stück limitierte T-Shirt entstanden, welches wir mit der großartigen Unterstützung des Labels „LET`s GO SURFING CLOTHING / LGSc“ aus Hamburg an den Start bringen können. Unser ganzer Stolz: Ein T-Shirt, mit allen Siegeln lizenziert (Fair Wear Foundation, GOTS, OE Blended, OE 100, OEKO-TEX,  REACH compliant) und „wasserneutraler“ Farbe bedruckt. Zum Shop:

Frauen: http://www.lets-go-surfing.com/product/hydrophil-charity-female

Männer: http://www.lets-go-surfing.com/product/hydrophil-charity-male

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Weiter unten im Text findest du alle, wirklich ALLE Information zum Produzenten, zur Siebdruck-Farbe und weitere Fotos von der Produktion in Hamburg.

Da wir mit diesem T-Shirt bisher keinen kommerziellen Anspruch verbinden, haben wir uns überlegt alle Erlöse aus dem Verkauf verließen in die Vereinsarbeit der Hilfsorganisation Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. . Das Motto des Vereins ist: „Wasser für Alle – Alle für Wasser“, sehr passend also für das Shirt und die Geschichte dieses Blogs.

vca, spendenlogo, jpegIn diesem ersten Teil der Geschichte gibt es jetzt erst einmal alle Informationen zum Shirt und zur Druckerfarbe. Im zweiten Teil gehen wir weiter auf den Produktionsprozess ein und erläutern verschiedene Aspekte wie „Virtuelles Wasser“, die Mechanismen der Textilindustrie, und so weiter.

Das T-Shirt: 

➥ Rundhalsausschnitt in 1×1-Rippstrick mit Nackenband

➥ Schmale Doppelnähte an Ärmeln und Saum, Single Jersey

➥ 100 % ringgesponnene, gekämmte Bio-Baumwolle

➥ 155 g/m²

IMG_8789(Bild: Produktion in Hamburg)

Der Produzent: Stanley & Stella – produziert inzwischen in Pakistan und Bangladesch.

Nachhaltigkeit ist mehr als ein Label; Stanley & Stella ist aus der Überzeugung heraus entstanden, dass die Textilindustrie beginnen muss, wesentlich verantwortungsvoller zu handeln. Unserer Meinung nach ist Veränderung die einzige Option. Zunächst einmal muss man sich wirklich bewusst machen, dass jede Kaufentscheidung einen Unterschied ausmachen kann. Wir können die Umkehr nicht alleine schaffen, aber wir können Änderungen proaktiv unterstützen, indem wir sicherstellen, dass wir nur mit Partnern arbeiten, die unsere Überzeugung teilen und sich an anerkannte und zertifizierte Standards halten. Wir engagieren uns für echte Nachhaltigkeit in unserer gesamten Lieferkette. Von Biobaumwollbauern, Garnspinnern, Näherinnen und Färbereien bis hin zu den Kleidungsherstellern wählen wir nur Geschäftspartner, die die richtigen Zertifikate vorweisen können und von deren nachhaltigem, umweltbewusstem Handeln und respektvollem Umgang mit ihren Mitarbeitern wir uns persönlich überzeugt haben. Unsere Zugehörigkeit zur Fairwear Foundation (Corporate Social Responsibility) sowie unsere anspruchsvollen Zertifizierungen (GOTS, OE 100, OE Blended, OEKO-TEX ®, REACH) beweisen unser Engagement für nachhaltige Praktiken. Reduzieren, wiederverwerten, recyceln: Von der Beschaffung der Faser bis hin zum Vertrieb des fertigen Produkts überprüfen wir jeden Prozess und jeden Lieferanten auf seine Nachhaltigkeit. Unsere Stoffe bestehen aus Fasern, die entweder im biologischen Anbau gewachsen sind oder aus nachhaltigen Quellen stammen. Dabei achten wir besonders auf einen verantwortungsbewussten Wasserverbrauch, ohne schädliche Chemikalien. Zum Spinnen der Garne und zum Stricken und Färben der Stoffe setzen unsere Partner möglichst energieeffiziente Maschinen ein. Nassverarbeitung und Färbung erfolgen in Übereinstimmung mit GOTS und REACH-Standards, wobei wir, wo möglich, noch über die Anforderungen hinausgehen; die Nebenprodukte unserer Herstellungsprozesse finden alternative Verwendungszwecke. Unsere Lieferanten und ihre Mitarbeiter erhalten eine faire Entlohnung; und wir helfen ihnen, die Leistungsfähigkeit und Rentabilität ihres Unternehmens zu verbessern, indem wir ihnen unsere Kenntnisse und Vorstellungen vermitteln, so dass sie die Betriebsabläufe intelligenter gestalten können. Durch die Erhaltung und die rücksichtsvolle Verwaltung der Ressourcen, von denen wir abhängig sind, sorgen wir dafür, dass es unserem Geschäft und denen, mit denen wir zusammenarbeiten, auch in den nächsten Generationen weiterhin gut gehen wird.

IMG_8895(Bild: Produktion in Hamburg)

FairWear: Die Fair Wear Foundation (FWF) ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation, die mit Firmen und Fabriken zusammenarbeitet, um die Arbeitsbedingungen für die Textil- und Bekleidungsarbeiter zu verbessern. FWF verfolgt die Fortschritte, die die Firmen gemacht haben, und hilft ihnen durch die gemeinsame Nutzung von Kenntnissen, sozialen Dialog und die Stärkung industrieller Beziehungen, die Effektivität der von den Firmen unternommenen Anstrengungen zu erhöhen.

GOTS, OE Blended, OE 100: Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist als weltweit führender Standard für die Verarbeitung von Textilien aus Biofasern anerkannt. In dem Standard werden anspruchsvolle Umweltkriterien für die gesamte Lieferkette der Bio-Textilien festgelegt. Die Verwendung von Chemikalien wird eingeschränkt und es wird die Einhaltung von sozialen Kriterien gefordert. OE Blended bezieht sich auf alle Waren, die eine Mischung aus Bio-Baumwolle und anderen Materialen enthalten. OE 100 verfolgt den Einkauf, die Handhabung und die Verwendung von 100% zertifizierter Bio-Baumwolle in Garnen, Stoffen und Fertigprodukten anhand von Transaktionszertifikaten für die Fabriken, die dem GOTS-Standard noch nicht entsprechen.

OEKO-TEX® (Vertrauen in Textilien): OEKO-TEX® Standard 100 ist ein weltweit einheitliches Prüf- und Zertifizierungssystem für textile Roh-, Zwischen- und Endprodukte aller Verarbeitungsstufen. Diese Zertifizierung deckt mehrere human-ökologische Aspekte ab, einschließlich einer Schadstoffprüfung auf gesetzlich verbotene Substanzen, gesetzlich regulierte Substanzen, als gesundheitsbedenklich angesehene (jedoch noch nicht gesetzlich geregelte) Chemikalien sowie auf Parameter zur Gesundheitsvorsorge. Textilwaren können nur dann gemäß OEKO-TEX® Standard 100 zertifiziert werden, wenn alle Komponenten ohne Ausnahme die erforderlichen Kriterien erfüllen.

REACH compliant: Das Ziel von REACH ist es, den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt durch bessere und frühere Ermittlung der intrinsischen Eigenschaften chemischer Stoffe und durch den konsequenten Einsatz zugelassener Stoffe zu verbessern.

100% zertifizierte ringgesponnene gekämmte Bio-Baumwolle: Bei der Auswahl unserer Stoffe legen wir großen Wert auf modischen Style. Außerdem sollen Sie sich ideal als Druckträger eignen. Stanley & Stella arbeitet nur mit umweltfreundlichen Materialien. Daher bestehen unsere Bekleidungsstücke aus 100% reiner Bio-Baumwolle oder einer Mischung mit Stoffen wie Tencel ®. Der Anbau von Bio-Baumwolle sorgt durch eine geregelte Fruchtfolge und den Verzicht auf genmanipulierte Substanzen für eine verbesserte Biodiversität und Fruchtbarkeit des Bodens. Durch den ausschließlichen Einsatz von natürlichen Düngemitteln und Pestiziden werden Grundwasser und Flüsse nicht mit Chemikalien belastet.

Gleichzeitig unterliegt der Einsatz von Bewässerungsanlagen einer besseren Kontrolle. Die gesamte Bio-Baumwolle von Stanley & Stella wurde gemäß den weltweit anerkannten GOTS-Standards zertifiziert. (Zertifizierungsnummer CU 819434.) Als Premium-Marke möchten wir Ihnen das Beste bieten. Aus diesem Grund haben wir uns dafür entschieden, ausschließlich ringgesponnene gekämmte Baumwolle zu verwenden.

Ringgesponnene Stoffe sind weicher und bieten eine einfache, einheitliche Oberfläche, die beim Bedrucken beste Ergebnisse ermöglicht. Darüber hinaus umfasst das Kämmen der Baumwolle eine spezielle Behandlung der Baumwollfasern während des Spinnens, bei der sie von Schmutz, Verunreinigungen und kurzen Fasern gesäubert werden. Das entstehende Gewebe besteht nur aus den längsten Fasern, so dass es fester und haltbarer ist.

IMG_8891(Bild: Produktion in Hamburg)

Die Farbe:

DEKAPRINT 2000 – Siebdruckfarbe für Stoffe auf natürlicher Wasserbasis

Dekaprint 2000 ist eine gebrauchsfertige Siebdruckfarbe für Pigmentdruck auf Stoff. Hergestell nach dem Stand der chemischen Entwicklung und Technologie entspricht Dekaprint 200 allen Umweltanforderungen, die heute an ein modernes Produkt gestellt werden. Dekaprint 2000 enthält keine kennzeichnungspflichtigen Lösungsmittel.

Alle Siegel bzw. Zerfitikate, sowie die dazugehörigen wissenschaftlichen Studien können wir Ihnen sehr gerne als pdf.-Datei via Mail zu schicken. GOTS_Zertifikat_2013_2014

Die Entstehungsgeschichte in Hamburg:

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Sparzwänge – ein Plädoyer für mehr Wasserverbrauch

Während vor der Bundestagswahl noch alle von Steuererleichterungen und einer tollen Finanzlage faseln, wird uns spätestens nach der neuen Regierungsbildung wieder von allerlei Sparzwängen erzählt werden, die Wohltaten oder Sozialleistungen im Wege stehen. Aber auch beim Wasser gilt seit Jahrzehnten der Sparzwang: Überall auf der Welt gibt es Probleme mit Wasserknappheit – selbst in Europa, insbesondere auf der iberischen Halbinsel. Dieses Blog beschäftigt sich nicht zuletzt mit genau diesem Thema. So wurde uns lange erklärt, wir müssten unbedingt Wasser sparen, wir sollen die Spartaste an der Toilette nutzen, das Wasser beim Zähneputzen abstellen, usw. – der Umwelt zuliebe.

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Tatsächlich ist es aber so, dass dort, wo Wasserknappheit herrscht, nicht selten weiter damit geprotzt wird, für Hydrokulturen, für Golfplätze und Pools, während andernorts schlicht so wenig Wasser vorhanden ist, dass es ohnehin kaum nutzbar ist.

Für Deutschland gilt beides jedoch nicht (mehr). Es gibt ausreichend Niederschlag, eine funktionierende Kanalisation und hervorragende Wiederaufbereitungsanlagen. Eine Ausbeutung natürlicher Ressourcen findet hierdurch praktisch nicht statt – allenfalls durch teures Quellwasser aus den äußersten Winkeln der Welt, dass teuer herangeschafft werden muss.

Vielmehr ächzen die Wasserbetriebe inzwischen schon unter dem so erfolgreichen Wassersparen der Deutschen; Aufbereitungsanlagen brauchen schließlich Abwasser zum Arbeiten, auch die Kanalisation funktioniert nur bei ausreichender Auslastung: Die Deutschen sparen aber bereits so viel Wasser, dass der Effekt sich langsam ins Gegenteil zu verkehren beginnt, da die damit verbundene Infrastruktur letztendlich unter der zu geringen Auslastung zusammenbrechen könnte. Und auch das Argument des Geldsparens für den Einzelnen läuft dadurch ins Leere: Die Infrastruktur muss gewartet und Instandgehalten werden, selbst wenn sie nicht voll ausgelastet ist. Die Gebühren für Kläranlagen und Kanäle bleiben hierdurch konstant, folglich steigt lediglich der Preis pro Liter an, wenn weniger verbaucht wird. Sparen alle gleich viel Wasser, bleibt der Endpreis, den alle zahlen, demnach ebenso konstant.

Somit ist Wasser zu sparen grundsätzlich eine gute Idee, gerade, wenn die natürlichen Ressourcen überbeansprucht werden – eine Unterbeanspruchung auf Kosten der Infrastruktur hingegen kann sich auf Dauer als ebenso fatal erweisen.

Weiteres zum Thema WASSER SPAREN, hier:

https://ben83ian.wordpress.com/2012/07/15/schluss-mit-dem-wasser-sparen/

Ein Spendenlauf in Nepal. Für sauberes Trinkwasser.

In diesem Beitrag geht es jetzt mal nicht ausschließlich um Informationen Rund um das Thema Wasser. An dieser Stelle  möchten wir ein Projekt vorstellen, bei dem man konkret aktiv werden kann.

Bildschirmfoto 2013-09-17 um 08.16.44(Von Frau Meier, Illustratorin, auf vivaconagua.org)

Der gemeinnützige Verein Viva con Agua de Sankt Pauli realisiert zusammen mit der Welthungerhilfe einen Spendenlauf in Nepal. Was es genau damit auf sich hat, wie jeder Einzelne daran teilnehmen kann, was überhaupt ein Spendenlauf bedeutet und der berühmte Sinn & Zweck des Ganzen, den gibt es genau hier. Ein Blick lohnt sich:

http://vivaconagua.org/index.htm?post&id=2022

Aber…Was ist denn eigentlich Viva con Agua:

Viva con Agua de Sankt Pauli e.V. (VcA) ist ein international tätiger, gemeinnütziger Verein mit Ursprung in Hamburg – St. Pauli. Die vorrangigen Ziele des Vereins sind:

➥ Verbesserung der Trinkwasserversorgung und sanitären Basisversorgung in Entwicklungsländern und somit Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen für alle

➥ Schärfung des Bewusstseins aller Menschen für das globale Thema Wasser

➥ Bereitstellung einer sozialen Plattform, die jeder mit gestalten kann

Einfach mal auf die Homepage vivaconagua.org klicken und ein bisschen rumsurfen plus informieren.

Alles zur Organisation Welthungerhilfe: Welthungerhilfe.de

Weitere Informationen zur Illustratorin: https://www.facebook.com/FrauMeier2.0?fref=ts

Und jetzt noch kurz was in eigener Sache. Der Blog bekommt nach und nach einen neuen Namen. Warum & Wieso aus BEN83IAN in den nächsten Tagen HYDROPHIL wird:

https://ben83ian.wordpress.com/2013/09/15/hydophil-wasser-liebend/