Buch-Tipp: „Quer zum Strom“ von Petra Donner

Petra-Dobner+Quer-zum-Strom

Der Umgang mit ökologischen Ressourcen und vor allem mit dem Wasser ist das Kernproblem des dritten Jahrtausends. Aus der glücklichen Lage, in einem wasserreichen und wirtschaftsstarken Gebiet zu leben, erwächst eine globale Verantwortung, die mit dem Hahnzudrehen beim Zähneputzen bei weitem nicht abgegolten ist.

Wir leben in einem Landstrich reich an Süßwasserquellen. Wir sind Weltmeister im Wassersparen und gleichzeitig im Mineralwasserkonsumieren. Beides ist ökonomisch wie ökologisch vollkommen widersinnig: Leitungen müssen wegen des sinkenden Verbrauchs mit Klarwasser gespült werden und das Märchen vom gesunden Mineralwasser hat erhebliche Folgeschäden für die Umwelt. Denn ein Liter Flaschenwasser verbraucht in der Produktion und auf dem Transport etwa ein Drittel Liter Öl. Wer wirklich Wasser sparen will, muss dies in Industrie und Landwirtschaft tun. Die Herstellung eines T- Shirts verschlingt beispielsweise 5 000 Liter Wasser.

Angesichts der weltweit zunehmend bedrohten Wasserressourcen und des Klimawandels ist bewusster Konsum dringlicher denn je. Ebenso brisant ist die Konzeptlosigkeit der politischen Steuerungsebene, auf der in den letzten 20 Jahren kapitale Fehlentscheidungen getroffen wurden. Das Wasser als öffentliches Gut und das Recht auf Wasser als eines der ältesten überhaupt anzuerkennen, scheint im Privatisierungs- und Liberalisierungswahn vergessen zu sein.

Zu kaufen gibt es das spannende Werk hier: http://www.wagenbach.de/buecher/titel/919-quer-zum-strom.html

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TV-Tipp: Viva con Agua Schweiz in Mozambik

Wir schreiben ja hier im Blog hin und wieder über den ganz wunderbaren gemeinnützigen Verein Viva con Agua, weil wir uns diesen Verein verbunden fühlen. Deshalb heute und an dieser Stelle mal ein kleiner Programmhinweis.  Glotze an am 16.11.2013: 

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Worum geht´s?!

Der eigenständige & gemeinnützige Verein Viva con Agua Schweiz, es gibt  nicht nur einen Verein Namens Viva con Agua in Deutschland, war im September 2013 mit den verschiedensten Personen auf Projektreise in Mosambik. Ziel der Reise war es u.a. zu schauen, was mit den durch die Hilfe von vielen Menschen generierten Spenden genau passiert ist. Die Kernfrage: „Wie wird eigentlich aus Spendengelder sauberes Trinkwasser?“  Zu dieser Reise in das WASH-Projekt gibt es jetzt einen kleinen und feinen Film den Mann/Frau auf keinen Fall verpassen sollte. Hier bekommt ihr einen kleinen Einblick in das Thema Entwicklungszusammenarbeit. Eine kleine Vorstellung darüber, wie sauberes Trinkwasser das Leben vor Ort nachhaltig verändern kann.

[►] Alle weiteren Informationen zur Sendung auf Arte: http://www.arte.tv/de/viva-con-agua-goes-mosambik/7704406.html

[►] Hier gibt es bereits einen detailliert geschrieben Bericht zur Projektreise:  http://www.vivaconagua.ch/index.htm?post?526

[►] Als weitere zu Viva con Agua in der Schweiz: http://www.vivaconagua.ch

Bildschirmfoto 2013-11-13 um 16.46.47(Foto: strassenkoeter, mit freundlicher Genehmigung von deren facebook-Seite)

Plastik-Zahnbürste vs. Bambus-Zahnbürste

Die Bambus-Zahnbürste im SHOP:

Zahnbürste 1

Die Ausgangslage:

[►] Plastik braucht ca. 500 Jahre um zu verrotten.

[►] In der Nordsee wird der Plastikanteil am Meeresmüll auf 75 Prozent geschätzt.

Dieser kleine Film macht das auch noch mal ganz wunderbar deutlich:

Worauf wir hinaus wollen ist folgende Tatsache: Plastik nix gut!

Seit einiger Zeit gibt es eine weitaus umweltverträglicher Variante aus schnell nachwachsendem Bambus.

Wenn man bedenkt das empfohlen wird, alle drei Monaten die Zahnbürste zu wechseln, kann man leicht ausrechnen, wie viele Bürsten jedes Jahr auf dem Müll landen. Um eine Alternative zu den Plastikbürsten zu schaffen und das Müllproblem einzudämmen, gibt es eine Zahnbürste die dem Rohstoff Bambus entwickelt wurde. Am Ende der Nutzungsdauer kann die Zahnbürste einfach im Garten vergraben oder auf den Komposthaufen geworfen werden.

Die Bambus-Zahnbürste von hydrophil:

[►] Fakten: BPA-freie Borsten (mittel)

 

Auch wenn eine Zahnbürste nur einen kleinen Teil der Umweltverschmutzung durch Plastikmüll beiträgt, ist dies auf den Jahresverbrauch in Deutschland doch eine erhebliche unnötige Müllmenge.

Zahnbürste 3

Dazu auch ein Kommentar: „Nachgetreten – Plastik geht uns alle an“: https://ben83ian.wordpress.com/2013/12/04/nachgetreten-plastik-geht-alle-an/

Was ist eigentlich Bambus?

Bambus wächst schneller als jede andere Pflanze der Welt. Dabei erzeugt er erheblich mehr Sauerstoff und bindet während des temporeichen Wachstums (max. 1 m/Tag) deutlich mehr CO2 als Bäume. Das wirkt sich regulierend auf das natürliche Ökosystem und positiv auf die Ökobilanz des Herstellungsprozesses aus. Weltweit bedeckt Bambus eine Fläche von ca. 37 Millionen Hektar, davon etwa sechs Millionen in China und neun Millionen in Indien.

Und ist ne Bambuszahnbürste jetzt zu 100% voll gut?

Mann/ Frau sollte sich bewusst sein das auch hier virtuelles Wasser in der Produktion entsteht und die Zahnbürste nicht irgendwo pflückreif auf Bäumen wächst. Die Bambuszahnbürste ist aber eine gute Alternative zur Plastikzahnbürste.

Offizielle Kennzeichnung der Farbe:

Basierend aus Pflanzenoel und somit organischen. Der Unterschied zwischen konventionellen Druckfarben und Ökodruckfarben besteht im Bindemittel. Bei sogenannten „Ökodruckfarben“ wird statt einem Mineralölanteil von 15-25 % ein Monoester aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet. Diese pflanzlichen Öle lassen sich biologisch komplett abbauen.

Zahnbürste 4

Eine kleine Geschichte der Zahnbürste

Als Artikel des Massenkonsums sind Zahnbürsten eine Errungenschaft des Kunststoffzeitalters. Um die Hygiene unserer Kauwerkzeuge haben wir Menschen uns aber selbstverständlich schon vorher gekümmert. Die Anfänge des Zähneputzens reichen zurück in die Zeit

Um 5000 vor Christus verwendeten Griechen und Römer Reinigungspasten zum Abschleifen des Zahnbelags, hergestellt u. a. aus zerriebenen Tierhufen, Knochen und Eierschalen. Ebenfalls in Gebrauch waren Zahnstocher aus Zweigen. Mundgeruch wurde mit pulverisierter Holzkohle und Baumrinde bekämpft.

Um 3500 vor Christus verwendeten die Babylonier ein bleistiftgroßes Stück Holz vom Ast eines Baumes als Kaustöckchen. Es wurde an einem Ende durch Kauen zerfasert zu einer Art Bürste und dann als solche benutzt. Sein anderes, spitzes Ende fungierte als Zahnstocher. Entsprechende Funde machte man auch in ägyptischen Gräbern aus der Zeit um 3000 vor Christus. Das Kaustöckchen wird heute als frühester uns bekannter Vorläufer der Zahnbürste angesehen.

Die erste Borstenzahnbürste, wie wir sie heute kennen, kam in China um das Jahr 1500 auf. Sie hatte die Form eines Pinsels; am Stiel aus Knochen oder Bambus waren grobe Borsten aus dem Nacken von Hausschweinen befestigt. An dieser Urform der Zahnbürste hat sich bis heute im Grunde nichts Wesentliches mehr geändert.

In Europa stand man den Importzahnbürsten aus China skeptisch gegenüber, weil die groben Eberborsten das Zahnfleisch zum Bluten brachten. Die softe Alternative aus Pferdehaar setzten sich aber nicht durch: Der französische Arzt Pierre Fauchard (1678-1761), der als Vater der modernen Zahnheilkunde gilt, äußerte sich in seinem Lehrbuch „Le chirurgien dentiste ou traité des dents“ von 1728 abfällig über die wirkungslosen, weil viel zu weichen Rosshaarzahnbürsten. Er empfahl, die Zähne und das Zahnfleisch stattdessen täglich mit einem Naturschwamm abzureiben. Vorgezogen wurden in Europa damals ohnehin Zahnstocher, z. B. aus Federkiel, Silber oder Kupfer.

Um 1700 entwickelte Christoph von Hellwig (1633-1721), Stadtphysikus von Bad Tennstedt/Thüringen, eine Zahnbürste. Ihm zu Ehren steht dort heute ein Zahnbürstendenkmal.

Zahnbürsten waren bis ins späte 18. Jahrhundert nur für Wohlhabende erschwinglich. Das änderte sich erst, als englische Manufakturen begannen, sie in größerer Stückzahl aus Kuhknochen und aus Borsten von Kuh oder Schwein, später auch Dachs, herzustellen. Der Londoner Geschäftsmann William Addis (1734-1808) gründete 1780 die erste dieser Produktionsstätten. Dem vorausgegangen war eine Gefängnishaft: Addis war wegen Unruhestiftung arrestiert worden und sann während der erzwungenen Muße hinter Gittern darüber nach, dass es doch etwas Besseres geben müsse als mit Salz versehene Lappen, um die Zähne zu reinigen. So nahm er sich einen Tierknochen, bohrte Löcher hinein und verleimte in ihnen Tierborsten. Diese Erfindung sollte ihn reich machen – und sicherte auch seinen drei Söhnen ein lukratives Geschäft. Mit Beginn der bakteriologischen Ära im 19. Jahrhundert wuchs dann das Problembewusstsein, dass Zahnbürsten wahre Keimschleudern sein konnten. Doch daran sollte sich erst etwas ändern, als 1938 die Zahnbürste mit Nylonborsten aufkam. Diese waren glatt und außerdem nicht hohl, sodass sie sich nicht mit Feuchtigkeit vollsogen. (Quelle: k-online.de)