Plastik-Zahnbürste vs. Bambus-Zahnbürste

Die Bambus-Zahnbürste im SHOP:

Zahnbürste 1

Die Ausgangslage:

[►] Plastik braucht ca. 500 Jahre um zu verrotten.

[►] In der Nordsee wird der Plastikanteil am Meeresmüll auf 75 Prozent geschätzt.

Dieser kleine Film macht das auch noch mal ganz wunderbar deutlich:

Worauf wir hinaus wollen ist folgende Tatsache: Plastik nix gut!

Seit einiger Zeit gibt es eine weitaus umweltverträglicher Variante aus schnell nachwachsendem Bambus.

Wenn man bedenkt das empfohlen wird, alle drei Monaten die Zahnbürste zu wechseln, kann man leicht ausrechnen, wie viele Bürsten jedes Jahr auf dem Müll landen. Um eine Alternative zu den Plastikbürsten zu schaffen und das Müllproblem einzudämmen, gibt es eine Zahnbürste die dem Rohstoff Bambus entwickelt wurde. Am Ende der Nutzungsdauer kann die Zahnbürste einfach im Garten vergraben oder auf den Komposthaufen geworfen werden.

Die Bambus-Zahnbürste von hydrophil:

[►] Fakten: BPA-freie Borsten (mittel)

 

Auch wenn eine Zahnbürste nur einen kleinen Teil der Umweltverschmutzung durch Plastikmüll beiträgt, ist dies auf den Jahresverbrauch in Deutschland doch eine erhebliche unnötige Müllmenge.

Zahnbürste 3

Dazu auch ein Kommentar: „Nachgetreten – Plastik geht uns alle an“: https://ben83ian.wordpress.com/2013/12/04/nachgetreten-plastik-geht-alle-an/

Was ist eigentlich Bambus?

Bambus wächst schneller als jede andere Pflanze der Welt. Dabei erzeugt er erheblich mehr Sauerstoff und bindet während des temporeichen Wachstums (max. 1 m/Tag) deutlich mehr CO2 als Bäume. Das wirkt sich regulierend auf das natürliche Ökosystem und positiv auf die Ökobilanz des Herstellungsprozesses aus. Weltweit bedeckt Bambus eine Fläche von ca. 37 Millionen Hektar, davon etwa sechs Millionen in China und neun Millionen in Indien.

Und ist ne Bambuszahnbürste jetzt zu 100% voll gut?

Mann/ Frau sollte sich bewusst sein das auch hier virtuelles Wasser in der Produktion entsteht und die Zahnbürste nicht irgendwo pflückreif auf Bäumen wächst. Die Bambuszahnbürste ist aber eine gute Alternative zur Plastikzahnbürste.

Offizielle Kennzeichnung der Farbe:

Basierend aus Pflanzenoel und somit organischen. Der Unterschied zwischen konventionellen Druckfarben und Ökodruckfarben besteht im Bindemittel. Bei sogenannten „Ökodruckfarben“ wird statt einem Mineralölanteil von 15-25 % ein Monoester aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet. Diese pflanzlichen Öle lassen sich biologisch komplett abbauen.

Zahnbürste 4

Eine kleine Geschichte der Zahnbürste

Als Artikel des Massenkonsums sind Zahnbürsten eine Errungenschaft des Kunststoffzeitalters. Um die Hygiene unserer Kauwerkzeuge haben wir Menschen uns aber selbstverständlich schon vorher gekümmert. Die Anfänge des Zähneputzens reichen zurück in die Zeit

Um 5000 vor Christus verwendeten Griechen und Römer Reinigungspasten zum Abschleifen des Zahnbelags, hergestellt u. a. aus zerriebenen Tierhufen, Knochen und Eierschalen. Ebenfalls in Gebrauch waren Zahnstocher aus Zweigen. Mundgeruch wurde mit pulverisierter Holzkohle und Baumrinde bekämpft.

Um 3500 vor Christus verwendeten die Babylonier ein bleistiftgroßes Stück Holz vom Ast eines Baumes als Kaustöckchen. Es wurde an einem Ende durch Kauen zerfasert zu einer Art Bürste und dann als solche benutzt. Sein anderes, spitzes Ende fungierte als Zahnstocher. Entsprechende Funde machte man auch in ägyptischen Gräbern aus der Zeit um 3000 vor Christus. Das Kaustöckchen wird heute als frühester uns bekannter Vorläufer der Zahnbürste angesehen.

Die erste Borstenzahnbürste, wie wir sie heute kennen, kam in China um das Jahr 1500 auf. Sie hatte die Form eines Pinsels; am Stiel aus Knochen oder Bambus waren grobe Borsten aus dem Nacken von Hausschweinen befestigt. An dieser Urform der Zahnbürste hat sich bis heute im Grunde nichts Wesentliches mehr geändert.

In Europa stand man den Importzahnbürsten aus China skeptisch gegenüber, weil die groben Eberborsten das Zahnfleisch zum Bluten brachten. Die softe Alternative aus Pferdehaar setzten sich aber nicht durch: Der französische Arzt Pierre Fauchard (1678-1761), der als Vater der modernen Zahnheilkunde gilt, äußerte sich in seinem Lehrbuch „Le chirurgien dentiste ou traité des dents“ von 1728 abfällig über die wirkungslosen, weil viel zu weichen Rosshaarzahnbürsten. Er empfahl, die Zähne und das Zahnfleisch stattdessen täglich mit einem Naturschwamm abzureiben. Vorgezogen wurden in Europa damals ohnehin Zahnstocher, z. B. aus Federkiel, Silber oder Kupfer.

Um 1700 entwickelte Christoph von Hellwig (1633-1721), Stadtphysikus von Bad Tennstedt/Thüringen, eine Zahnbürste. Ihm zu Ehren steht dort heute ein Zahnbürstendenkmal.

Zahnbürsten waren bis ins späte 18. Jahrhundert nur für Wohlhabende erschwinglich. Das änderte sich erst, als englische Manufakturen begannen, sie in größerer Stückzahl aus Kuhknochen und aus Borsten von Kuh oder Schwein, später auch Dachs, herzustellen. Der Londoner Geschäftsmann William Addis (1734-1808) gründete 1780 die erste dieser Produktionsstätten. Dem vorausgegangen war eine Gefängnishaft: Addis war wegen Unruhestiftung arrestiert worden und sann während der erzwungenen Muße hinter Gittern darüber nach, dass es doch etwas Besseres geben müsse als mit Salz versehene Lappen, um die Zähne zu reinigen. So nahm er sich einen Tierknochen, bohrte Löcher hinein und verleimte in ihnen Tierborsten. Diese Erfindung sollte ihn reich machen – und sicherte auch seinen drei Söhnen ein lukratives Geschäft. Mit Beginn der bakteriologischen Ära im 19. Jahrhundert wuchs dann das Problembewusstsein, dass Zahnbürsten wahre Keimschleudern sein konnten. Doch daran sollte sich erst etwas ändern, als 1938 die Zahnbürste mit Nylonborsten aufkam. Diese waren glatt und außerdem nicht hohl, sodass sie sich nicht mit Feuchtigkeit vollsogen. (Quelle: k-online.de)

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11 Kommentare zu “Plastik-Zahnbürste vs. Bambus-Zahnbürste

  1. Nun kippt man Plastikabfälle in Deutschland aber eher selten ins Meer. Also, ich jedenfalls mache das nicht. Man lässt den Kram bei der Müllabfuhr auch nicht irgendwo 500 Jahre auf ner Kippe vermodern, sondern – man verbrennt es. Damit macht man dann gleich noch etwas Strom und Wärme. Also, das mit den 500 Jahren ist in der Realität welches Problem noch einmal?

    Jetzt kann man natürlich argumentieren: Ha, die schönen Rohstoffe! Das kostet doch alles bei Plastik viel mehr Energie.

    Ja, kann sein. Aber es wird ja auch nicht empfohlen, alle drei Monate die ganze Zahnbürste auszuwechseln. Sondern nur den Kopf mit den Borsten. Ganz schlaue Leute haben sich da was ausgedacht, da wechselt man nur eben den Kopf aus. Der wiegt, ich mess mal eben nach… öh, 2-3 Gramm.

    Das ist das, was ich alle 3 Monate brauche. Was hergestellt werden muss. Was ich danach wegwerfe. In den Müll. Was dann verbrannt wird.

    Wieso wollt ihr alle 3 Monate eine komplett neue Zahnbürste, die ganz neu hergestellt werden muss (wo kommt das Bambus her?), dann durch die Welt gefahren wird und anschließend in der Stadt auf dem nicht vorhandenen Komposthaufen der Mietswohnung landet? Ich verstehe den Vorteil nicht ganz. Wer kann mir helfen?

  2. Ich finde die Idee gut und habe eine Bestellung aufgegeben, um mal zu testen. An beiden ist was dran. Aber mit dem Bambus könnte man ähnliches Prinzip entwickeln, wo nur die köpfe ausgetauscht werden. Somit würde man auch den kompostierbaren Müll reduzieren.

    • Sehen wir ganz genauso. Wie im Text beschrieben handelt es sich hier um eine Altnative zur Plastik-Zahnbürste und wir sind mal sehr gespannt wie sich das alles weiterentwickelt.

  3. Es geht noch einen Schritt weiter. Wer einen Zahnreiniger sucht, der sich restlos auflöst, einfach durch den Prozess der Nutzung, kann sich vielleicht einmal die Miswak Zahnputzhölzer anschauen. nach anfänglichen Berührungsängsten, dank jahrelanger Indoktrination Seiten Dr. Best’s muss ich sagen, dass ich ziemlich angetan bin. Zähne sind weiß und Zahnfleischprobleme sind weg… Auch wenn man etwas weirdo daher kommt, mit einem Stöckchen im Bad…

  4. Danke für den Kommi auf meinem Blog und die nette Einladung zu diesem Bericht.
    Ja früher gab es schon Holzstäbchen zur Zahnreinigung, auch heute wird das in einigen Ländern noch verwendet.
    Alles in allem eine gute Idee diese Bambus-Zahnbürste. Ich persönlich finde es bzgl. der Bakterien etwas bedenklich wegen dem Bambus, denn ich denke das der Bambus ehr schwer trocknet, das sehe ich schon an meiner Seifenschale. Feuchtigkeit ist der Nährboden für Bakterien die sich dann im Mund schnell ausbreiten könnten.
    Zähne kann man auch ohne Bürste, mit frischer Zitrone reinigen ( natürlich nicht täglich anwenden ) , indem man diese über die Zahnreihe wischt/reibt 🙂 allerdings kommt man da nicht wirklich in alle „Ecken“ im Mund.
    Mal schauen wie es sich entwickelt und ob sich die Bambus-Bürste durch setzt.
    herzliche Grüße zahnfeee
    Ich wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr

    • Ich verstehe das Argument mit den Bakterien bzw. der Feuchtigkeit nicht. Eine Zahnbürste wird ja meist senkrecht mit dem Kopf nach oben aufbewahrt, da läuft das Wasser im Gegensatz zu einer Seifenschale (den Vergleich verstehe ich daher schon gar nicht, denn die liegt ja waagerecht auf der Spüle) nach unten. Plastik trocknet ja auch nicht und ist generell ein Bakterienherd im Gegensatz zu Holz (da gibt es diverse Studien bzgl. beispielsweise Schneidebrettern und Klodeckeln) – hierbei dem Bambus im Kontext zu Plastik einen negativen Effekt vorzuwerfen finde ich nicht richtig, da Plastik ja auch keinen magischen Trocknungseffekt vorzuweisen hat. Hier stellt sich auch die Frage, ob Bambus den selben Effekt wie Holz hat in Bezug auf Bakterien – dann wäre Bambus nicht nur gleichwertig, sondern tatsächlich besser.

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