Sparzwänge – ein Plädoyer für mehr Wasserverbrauch

Während vor der Bundestagswahl noch alle von Steuererleichterungen und einer tollen Finanzlage faseln, wird uns spätestens nach der neuen Regierungsbildung wieder von allerlei Sparzwängen erzählt werden, die Wohltaten oder Sozialleistungen im Wege stehen. Aber auch beim Wasser gilt seit Jahrzehnten der Sparzwang: Überall auf der Welt gibt es Probleme mit Wasserknappheit – selbst in Europa, insbesondere auf der iberischen Halbinsel. Dieses Blog beschäftigt sich nicht zuletzt mit genau diesem Thema. So wurde uns lange erklärt, wir müssten unbedingt Wasser sparen, wir sollen die Spartaste an der Toilette nutzen, das Wasser beim Zähneputzen abstellen, usw. – der Umwelt zuliebe.

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Tatsächlich ist es aber so, dass dort, wo Wasserknappheit herrscht, nicht selten weiter damit geprotzt wird, für Hydrokulturen, für Golfplätze und Pools, während andernorts schlicht so wenig Wasser vorhanden ist, dass es ohnehin kaum nutzbar ist.

Für Deutschland gilt beides jedoch nicht (mehr). Es gibt ausreichend Niederschlag, eine funktionierende Kanalisation und hervorragende Wiederaufbereitungsanlagen. Eine Ausbeutung natürlicher Ressourcen findet hierdurch praktisch nicht statt – allenfalls durch teures Quellwasser aus den äußersten Winkeln der Welt, dass teuer herangeschafft werden muss.

Vielmehr ächzen die Wasserbetriebe inzwischen schon unter dem so erfolgreichen Wassersparen der Deutschen; Aufbereitungsanlagen brauchen schließlich Abwasser zum Arbeiten, auch die Kanalisation funktioniert nur bei ausreichender Auslastung: Die Deutschen sparen aber bereits so viel Wasser, dass der Effekt sich langsam ins Gegenteil zu verkehren beginnt, da die damit verbundene Infrastruktur letztendlich unter der zu geringen Auslastung zusammenbrechen könnte. Und auch das Argument des Geldsparens für den Einzelnen läuft dadurch ins Leere: Die Infrastruktur muss gewartet und Instandgehalten werden, selbst wenn sie nicht voll ausgelastet ist. Die Gebühren für Kläranlagen und Kanäle bleiben hierdurch konstant, folglich steigt lediglich der Preis pro Liter an, wenn weniger verbaucht wird. Sparen alle gleich viel Wasser, bleibt der Endpreis, den alle zahlen, demnach ebenso konstant.

Somit ist Wasser zu sparen grundsätzlich eine gute Idee, gerade, wenn die natürlichen Ressourcen überbeansprucht werden – eine Unterbeanspruchung auf Kosten der Infrastruktur hingegen kann sich auf Dauer als ebenso fatal erweisen.

Weiteres zum Thema WASSER SPAREN, hier:

https://ben83ian.wordpress.com/2012/07/15/schluss-mit-dem-wasser-sparen/

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Trink` Leitungswasser – es funktioniert.

…tatsächlich. Trink Leitungswasser – Gegen Nestle, Coke & Privatiserung.

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In dem relativ schlecht gemachten Bildchen stecken ja ziemlich genau 2 Botschaften drin. Einmal das Thema Leitungswasser und auf der anderen Seite dieses Ding mit „Nestlé, Coca Cola & Privatisierung“. Widmen wir uns zu erst  einmal dem ganz wunderbaren Thema Leitungswasser. Das geht am Besten bzw. am einfachsten über den Film „The Story of bottled Water.“

Der Titel sagt eigentlich alles. Man muss nicht einmal mehr lesen, sondern einfach nur auf seinen Computer schauen und die bewegten Bilder und die Stimme von Frau Annie Leonard auf sich wirken lassen. In 8:04min erklärt dieser Film eine ganz interessante & wunderbare Geschichte über Flaschenwasser und Leitungswasser. Ohne Liebe, Romantik oder Explosionen, dafür aber mit einem nachvollziehbaren AHA-Effekt für alle, die sich 8 Minuten Zeit nehmen:

Mehr Informationen zu diesem Projekt findet man genau hier:

http://www.storyofstuff.org/movies-all/story-of-bottled-water/

Weitere Informationen rund um das Thema Leitungswasser gibt es hier:

https://ben83ian.wordpress.com/category/leitungswasser/

Damit fehlen für ’ne absolut runde Kurzgeschichte im world-wide-web eigentlich nur noch Hashtags, here we go: #wasser #häh? #hashtags hauptsache hashtags

Wenn schon, denn schon und Mann/Frau hat gerade keine Möglichkeit auf Leitungswasser zurückzugreifen: 

Ein abgefülltes Flaschenwasser bei dem 60% der Gewinne aus dem Verkauf in  konkrete und langfristige Trinkwasserprojekte fließen und welches auf die Sinnhaftigkeit von Leitungswasser aufmerksam macht. Viva con Agua will das eigene Wasser am Markt stärker etablieren, um Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen und zeitgleich den kompletten Wassermarkt minimieren. Gibt es nicht?! Doch:

http://www.vivaconagua.com/die-idee/

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Und wer jetzt soweit gekommen ist und sich mit dem Thema Leitungswasser beschäftigt hat, der Frau oder dem Mann sei dieser Artikel empfohlen. Auch mit Bildchen & Videos dazu noch gewürzt mit ein paar #Hashtags:

https://ben83ian.wordpress.com/2013/02/22/pro-und-contra-right2water-nestle-wdr-facebook-die-zeiteine-zusammenfassung/

Kühlschrank-Literatur.

Etwas ganz wunderbares ist passiert. In den letzten Tagen bekamen wir viele E-Mails und private Nachrichten mit immer dem gleichen Inhalt: „…ich fand den Text super, habe ihn mir ausgedruckt und am den Kühlschrank gehängt…“ Das freut uns natürlich sehr und deshalb gibt es jetzt diesem Blog-Eintrag. Einmal um unserer Freude Ausdruck zu verleihen und auf der anderen Seite haben wir folgendes gebastelt zum herunterladen und ausdrucken:

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Hier noch einmal der Text als Fliesstext zum „heraus-kopieren“ und selber gestalten:

Leitungswasser ist…

➥ Bis zu 4000mal günstiger als Wasser aus der Flasche.

➥ Trinkwasser ist ein Qualitätsprodukt, das preiswert und jederzeit verfügbar ist. Das Wasser aus der Leitung gehört zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln in Deutschland.

➥ Es fallen keine Transportwege an und keine Kunststoffverpackung wird benötigt.

➥ ist ganz wunderbar.

➥ Der Vergleich der Ökobilanz Leitungswasser vs. Flaschenwasser ist 1:1000 da der Transport und die Herstellung der Flaschen entfällt.

Mann/Frau kann das ganze natürlich auch ins stille Örtchen aka Lokus aka Toilette hängen. Da haben wir also nen Schritt weiter gedacht.:

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Auf diesem Wege nochmals vielen, vielen Dank für das lesen und das positive Feedback zum Blog. Danke, Danke, Danke!