London calling. 70% weniger Wasser.

Bildschirmfoto 2014-04-02 um 09.39.24(Bildschirmfoto von der Web-Seite: growing-underground.com)

Ein unterirdischer Garten. Im Süd-Westen der Millionenstadt London. Das Projekt „GROWING UNDERGROUND“ züchtet 33 Meter unter der Erde Nutzpflanzen in einem stillgelegten U-Bahn-Tunnel angebaut. Per Hydrokultur wachsen dort u.a. Knoblauch, Rucola und Koriander.

Bildschirmfoto 2014-04-02 um 09.50.37(Bildschirmfoto von der Web-Seite: growing-underground.com)

Der Unterirdische Garten hat durchaus viele Vorteile:

➥ Growing Underground verbraucht durch die Anbauweise etwa 70 Prozent weniger Wasser als der konventionelle Pflanzenanbau.

➥ Die gleichbleibenden Licht- & Klimaverhältnisse garantieren ganzjährige Ernte.

➥ Die Umgebung ist pestizidfrei.

➥ Die Lieferwege zum Verbraucher sind sehr kurz und spart somit „Virtuelles Wasser“.

MORE: http://growing-underground.com

Auch ein spannendes Pflanzenprojekt von meinwoody.de:

http://hydrophil.bigcartel.com/product/pflanzset-apfel-tomate-basilikum

Bildschirmfoto 2014-04-02 um 09.38.48(Bildschirmfoto von der Web-Seite: growing-underground.com)

 

HEUTE ist Valentinstag.

Der Valentinstag. Ein künstlich inszenierter Festtag der Blumen-Industrie im Namen der Liebe und ganz nebenbei „dicke Kasse“. Den Emotionen der Liebe müssen schließlich unbedingt Ausdruck verliehen werden, wenn man auf die Werbung in den Medien vertraut und sich davon beeinflussen lässt.

Neben Pralinen und „Liebes-Schwüren“ landen in 97,5% der Fälle auch Rosen auf dem Gabentisch der Angebeteten.  Da nun einmal im Februar die lieben Frischblumen in deutschen Gärten nicht so Recht wachsen wollen, werden jährlich 80 Millionen Rosen aus so genannten „Ländern des globalen Südens“ importiert. Kolumbien, Ecuador, Äthiopien und vor allem Kenia sind die Hauptproduzenten der Valentinstag-Rosen. Jede zweite Blume stammt hierbei aus Kenia und dort aus der Region um den Naivasha-See, einem bedrohten Ökotop etwa 70 Kilometer von der kenianischen Hauptstadt Nairobi entfernt.

Über 60 Farmen leben am Ufer des Naivasha-See davon, dass in Europa auch im Winter rote Rosen begehrt sind. Zwar kann dieser Handel auch als eine Form der Entwicklungshilfe verstanden werden, weil es Arbeitsplätze schafft, aber für die Bewässerung der Pflanzen benötigen die Farmen Wasser aus dem nahe gelegenen See und seinen Grundwasserquellen. Und dieses Wasser fehlt dann den dort lebenden Menschen und somit sind wir bei dem Thema „Virtuelles Wasser“.

Mit Hilfe des virtuellen Wassers können Verbraucher erkennen, welche Auswirkungen ihre Liebe zu Rosen haben kann: Je nach Bewässerungsmethode braucht eine Rosenpflanze in Kenia bis zu 2,5 Liter Wasser täglich für ihr Wachstum. Wenn die Rosen geerntet werden, um auf die Reise in die deutschen Haushalte zu gehen, stecken bereits bis zu 13 Liter Wasser in jedem ihreren Stielen. Dabei geht es um Wasser, das den Menschen in der Region für die tägliche Nahrung und dringend benötigte Hygiene fehlt. Während einige Rosenfarmen in Kenia aus den Folgen gelernt haben und mit Organisationen wie FairTrade auf umweltbewussten Anbau umstellen, hat sich die tropische Blumenindustrie schon nach Äthiopien verlagert; mit unabsehbaren Folgen für den dortigen Wasserhaushalt.

Kenia-Karte_gross

In jedem Rosenstrauß zum Valentinstag stecken nahezu 120 Liter „virtuelles Wasser“ aus Kenia oder Äthiopien – Regionen mit dramatischer Wasserknappheit und einem täglichen Kampf um Trinkwasser.

Vielleicht besteht ja die Möglichkeit bei dem Ein oder Anderen dieses Jahr auf Rosen zum Valentinstag zu verzichten und somit die Nachfrage nach Rosen zu senken. Ehrliche und emotional gesprochenen Worte an Jemanden in deinem Herzen sind meistens mehr Wert und von größerer Bedeutung als ein Strauss Blumen.

Mehr zum Thema Virtuelles Wasser: https://ben83ian.wordpress.com/category/virtuelles-wasser/

Plastik-Zahnbürste vs. Bambus-Zahnbürste

Die Bambus-Zahnbürste im SHOP:

Zahnbürste 1

Die Ausgangslage:

[►] Plastik braucht ca. 500 Jahre um zu verrotten.

[►] In der Nordsee wird der Plastikanteil am Meeresmüll auf 75 Prozent geschätzt.

Dieser kleine Film macht das auch noch mal ganz wunderbar deutlich:

Worauf wir hinaus wollen ist folgende Tatsache: Plastik nix gut!

Seit einiger Zeit gibt es eine weitaus umweltverträglicher Variante aus schnell nachwachsendem Bambus.

Wenn man bedenkt das empfohlen wird, alle drei Monaten die Zahnbürste zu wechseln, kann man leicht ausrechnen, wie viele Bürsten jedes Jahr auf dem Müll landen. Um eine Alternative zu den Plastikbürsten zu schaffen und das Müllproblem einzudämmen, gibt es eine Zahnbürste die dem Rohstoff Bambus entwickelt wurde. Am Ende der Nutzungsdauer kann die Zahnbürste einfach im Garten vergraben oder auf den Komposthaufen geworfen werden.

Die Bambus-Zahnbürste von hydrophil:

[►] Fakten: BPA-freie Borsten (mittel)

 

Auch wenn eine Zahnbürste nur einen kleinen Teil der Umweltverschmutzung durch Plastikmüll beiträgt, ist dies auf den Jahresverbrauch in Deutschland doch eine erhebliche unnötige Müllmenge.

Zahnbürste 3

Dazu auch ein Kommentar: „Nachgetreten – Plastik geht uns alle an“: https://ben83ian.wordpress.com/2013/12/04/nachgetreten-plastik-geht-alle-an/

Was ist eigentlich Bambus?

Bambus wächst schneller als jede andere Pflanze der Welt. Dabei erzeugt er erheblich mehr Sauerstoff und bindet während des temporeichen Wachstums (max. 1 m/Tag) deutlich mehr CO2 als Bäume. Das wirkt sich regulierend auf das natürliche Ökosystem und positiv auf die Ökobilanz des Herstellungsprozesses aus. Weltweit bedeckt Bambus eine Fläche von ca. 37 Millionen Hektar, davon etwa sechs Millionen in China und neun Millionen in Indien.

Und ist ne Bambuszahnbürste jetzt zu 100% voll gut?

Mann/ Frau sollte sich bewusst sein das auch hier virtuelles Wasser in der Produktion entsteht und die Zahnbürste nicht irgendwo pflückreif auf Bäumen wächst. Die Bambuszahnbürste ist aber eine gute Alternative zur Plastikzahnbürste.

Offizielle Kennzeichnung der Farbe:

Basierend aus Pflanzenoel und somit organischen. Der Unterschied zwischen konventionellen Druckfarben und Ökodruckfarben besteht im Bindemittel. Bei sogenannten „Ökodruckfarben“ wird statt einem Mineralölanteil von 15-25 % ein Monoester aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet. Diese pflanzlichen Öle lassen sich biologisch komplett abbauen.

Zahnbürste 4

Eine kleine Geschichte der Zahnbürste

Als Artikel des Massenkonsums sind Zahnbürsten eine Errungenschaft des Kunststoffzeitalters. Um die Hygiene unserer Kauwerkzeuge haben wir Menschen uns aber selbstverständlich schon vorher gekümmert. Die Anfänge des Zähneputzens reichen zurück in die Zeit

Um 5000 vor Christus verwendeten Griechen und Römer Reinigungspasten zum Abschleifen des Zahnbelags, hergestellt u. a. aus zerriebenen Tierhufen, Knochen und Eierschalen. Ebenfalls in Gebrauch waren Zahnstocher aus Zweigen. Mundgeruch wurde mit pulverisierter Holzkohle und Baumrinde bekämpft.

Um 3500 vor Christus verwendeten die Babylonier ein bleistiftgroßes Stück Holz vom Ast eines Baumes als Kaustöckchen. Es wurde an einem Ende durch Kauen zerfasert zu einer Art Bürste und dann als solche benutzt. Sein anderes, spitzes Ende fungierte als Zahnstocher. Entsprechende Funde machte man auch in ägyptischen Gräbern aus der Zeit um 3000 vor Christus. Das Kaustöckchen wird heute als frühester uns bekannter Vorläufer der Zahnbürste angesehen.

Die erste Borstenzahnbürste, wie wir sie heute kennen, kam in China um das Jahr 1500 auf. Sie hatte die Form eines Pinsels; am Stiel aus Knochen oder Bambus waren grobe Borsten aus dem Nacken von Hausschweinen befestigt. An dieser Urform der Zahnbürste hat sich bis heute im Grunde nichts Wesentliches mehr geändert.

In Europa stand man den Importzahnbürsten aus China skeptisch gegenüber, weil die groben Eberborsten das Zahnfleisch zum Bluten brachten. Die softe Alternative aus Pferdehaar setzten sich aber nicht durch: Der französische Arzt Pierre Fauchard (1678-1761), der als Vater der modernen Zahnheilkunde gilt, äußerte sich in seinem Lehrbuch „Le chirurgien dentiste ou traité des dents“ von 1728 abfällig über die wirkungslosen, weil viel zu weichen Rosshaarzahnbürsten. Er empfahl, die Zähne und das Zahnfleisch stattdessen täglich mit einem Naturschwamm abzureiben. Vorgezogen wurden in Europa damals ohnehin Zahnstocher, z. B. aus Federkiel, Silber oder Kupfer.

Um 1700 entwickelte Christoph von Hellwig (1633-1721), Stadtphysikus von Bad Tennstedt/Thüringen, eine Zahnbürste. Ihm zu Ehren steht dort heute ein Zahnbürstendenkmal.

Zahnbürsten waren bis ins späte 18. Jahrhundert nur für Wohlhabende erschwinglich. Das änderte sich erst, als englische Manufakturen begannen, sie in größerer Stückzahl aus Kuhknochen und aus Borsten von Kuh oder Schwein, später auch Dachs, herzustellen. Der Londoner Geschäftsmann William Addis (1734-1808) gründete 1780 die erste dieser Produktionsstätten. Dem vorausgegangen war eine Gefängnishaft: Addis war wegen Unruhestiftung arrestiert worden und sann während der erzwungenen Muße hinter Gittern darüber nach, dass es doch etwas Besseres geben müsse als mit Salz versehene Lappen, um die Zähne zu reinigen. So nahm er sich einen Tierknochen, bohrte Löcher hinein und verleimte in ihnen Tierborsten. Diese Erfindung sollte ihn reich machen – und sicherte auch seinen drei Söhnen ein lukratives Geschäft. Mit Beginn der bakteriologischen Ära im 19. Jahrhundert wuchs dann das Problembewusstsein, dass Zahnbürsten wahre Keimschleudern sein konnten. Doch daran sollte sich erst etwas ändern, als 1938 die Zahnbürste mit Nylonborsten aufkam. Diese waren glatt und außerdem nicht hohl, sodass sie sich nicht mit Feuchtigkeit vollsogen. (Quelle: k-online.de)