Schluss mit dem Wasser sparen!

Es hilft weder den Kindern in Afrika noch der Umwelt, führt aber zur Rohrverstopfung.

„Im Bewusstsein der meisten Deutschen ist Wassersparen eine Bürgerpflicht. Schon im Kindergarten wird den Kleinen beigebracht, beim Zähneputzen das Wasser abzustellen. So prägt sich früh ein: Wasser ist kostbar. Diesen Eindruck verstärken die Medien, wenn sie über weltweite Wasserknappheit berichten und etwa Bilder der Dürre am Horn von Afrika zeigen. »Diese Berichterstattung beeinflusst uns unterschwellig«, sagt Leist. »Die Botschaft ist: Wir Deutschen verschwenden Wasser, während in Afrika die Kinder verdursten.“

Warum, wieso, weshalb und wie das Alles zusammenhängt, dazu gab es vor einiger Zeit einen sehr guten Artikel von Pierre-Christian Fink unter folgendem Link:

http://www.zeit.de/2012/14/Wasserversorgung/seite-1

Wir haben 14Minuten und 34 Sekunden gebraucht im diesen Artikel zu lesen und so viel sei hier an dieser Stelle verraten, es lohnt sich absolut und ist keine Zeitverschwendung. Traut Euch, drückt auf den oben aufgeführten Link und versteht die Missverständnis die es hier und da zu dem Thema Wasser gibt.

In diesem Sinne, noch einen wunderbaren Tag!

Die Brücke vom Kindergarten nach Afrika

…Da geht das Geschreie wieder los und die Kinder brüllen, treten und schlagen wild

um sich.  Doch was ist passiert an diesem friedlichen, sommerlichen Mittwochmorgen?

Auf dem allwöchentlichen Kindergartenausflug zum Spielplatz – dem mit der

Wasserpumpe – konnten sich Mike, Jonas und Ida mal wieder nicht einigen,

wer von ihnen „die beste Idee“ hatte, um damit seine persönliche

Phantasiewelt in den Sand zu bauen.

Drum machen sich alle drei fleißig ans Umsetzen ihrer eigenen Ideen.

Ida will kleine Brücken über die Flüsse für ihre Tannenzapfentiere von

einer Sandburg zur nächsten bauen, Mike lieber ein tiefes Loch buddeln, in

das er Idas Tannenzapfentiere werfen kann, der Chef im Ring ist aber Jonas.

Der sitzt mit seiner Schaufel am nächsten zur Pumpe und hat Bock das Wasser

zu stauen. Gedacht, getan. Und damit sitzen Ida und Mike auf dem Trockenen,

denn ohne Jonas‘ Gutdünken kriegen die beiden nun überhaupt nichts vom

Wasser aus der Pumpe ab und fangen demensprechend an zu plärren, zu zanken,

zu verprügeln.

Selbstverständlich  kommt fix eine völlig unterbezahlte Kindergärtnerin (Erzieherin) herbei,

die den Zwist diplomatisch schlichtet.

Jonas soll ein Loch in seinen Damm bohren, damit unter Idas Brücken Wasser

fließt. Außerdem soll Ida sich nicht so anstellen – das ganze Wasser

bräuchte sie ja nicht – und einen Kanal zu Mikes Loch graben. Und alle sind

glücklich. Kann alles so einfach sein.

Wasser verbindet, hat Konfliktpotential, ist Machtinstrument, ist

kooperationsfördernd.

 „Was erzählt ihr mir jetzt hier? Ein dusseliges Kindergartenbeispiel und

daraus zieht ihr so etwas?“

 „Ja, durchaus.“ 

Denn runtergebrochen von „der globalen Welt“ auf  „den Kindergarten“ spielt sich das Verhalten

im Kindergarten tagtäglich in unserer erwachsenen Welt ab.

Einen sehr guten Überblick zu diesem Thema gibt dieser Artikel:

http://www.bpb.de/internationales/afrika/afrika/59071/ressource-wasser?p=0