Der Film Watermark. Schönheit und Schrecken.

Hallo allerseits,

heute möchten wir Euch den Film „Watermark“ ans Herz legen. Der Dokumentarfilm zeigt in großartigen Bildern, wie Wasser unser Erde prägt. Ohne mit dem Zeigefinger auf bestimmte Missstände zu zeigen, werfen die bewegten Bilder einfache Fragen auf. Hier gibt es einen kleinen Beitrag zum Film aus der Mediathek der ARD. Alleine dieser Trailer überzeugt mit unglaublichen Filmaufnahmen und lohnt sich absolut…schau doch mal rein:

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/431902_ttt-titel-thesen-temperamente/21145060_schoenheit-und-schrecken-doku-watermark-ueber

 Zitat von Jennifer Baichwal, Regie:

„Es ist ein Klischee, dass Wasser Leben ist. Aber so ist es nun mal: Wasser ist Leben. Ganz einfach: Ohne Wasser sterben wir. Wasser ist eine dieser Naturkräfte, die wir für selbstverständlich halten. Wir sind uns ihrer nicht mal bewusst. Es ist nichts Neues: Wir sind dabei, unserer Existenz das Wasser abzugraben. Der Colorado River in Mexiko – das, was von ihm blieb.“

Bildschirmfoto 2014-05-06 um 17.40.21(Bildschirmfoto: ard.de)

Der Inhalt des Films:

Wasser bedeckt über 70 Prozent der Erdoberfläche, es ist nicht nur in Gewässern, sondern auch in der Luft, unter unseren Füßen und in unserem Körper. Die Dokumentarfilmer betrachten die existenzielle Beziehung, die die Menschheit mit der lebensspendenden Flüssigkeit verbindet. Wir haben gelernt, Wasser für uns zu nutzen, es in Kanäle zu zwingen und durch riesige Dämme zu stauen. Doch wo manche Menschen Wasser in die Wüste leiten, um es dort als Attraktion zu nutzen, da fehlt es Menschen anderorts. Die Filmemacher reisen um den ganzen Planeten und erkunden die Verbindung, die sich über die Jahrhunderte zwischen Mensch und Natur aufgebaut hat. Sie zeigen, was passieren kann, wenn wir zu rücksichtslos mit dieser lebensnotwendigen Ressource umgehen. In der Doku warten 20 unterschiedliche Geschichten auf Entdeckung, die sich um den Menschen und die Nutzung von Wasser drehen – oder dessen Verschwendung.

 

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Buch-Tipp: „Quer zum Strom“ von Petra Donner

Petra-Dobner+Quer-zum-Strom

Der Umgang mit ökologischen Ressourcen und vor allem mit dem Wasser ist das Kernproblem des dritten Jahrtausends. Aus der glücklichen Lage, in einem wasserreichen und wirtschaftsstarken Gebiet zu leben, erwächst eine globale Verantwortung, die mit dem Hahnzudrehen beim Zähneputzen bei weitem nicht abgegolten ist.

Wir leben in einem Landstrich reich an Süßwasserquellen. Wir sind Weltmeister im Wassersparen und gleichzeitig im Mineralwasserkonsumieren. Beides ist ökonomisch wie ökologisch vollkommen widersinnig: Leitungen müssen wegen des sinkenden Verbrauchs mit Klarwasser gespült werden und das Märchen vom gesunden Mineralwasser hat erhebliche Folgeschäden für die Umwelt. Denn ein Liter Flaschenwasser verbraucht in der Produktion und auf dem Transport etwa ein Drittel Liter Öl. Wer wirklich Wasser sparen will, muss dies in Industrie und Landwirtschaft tun. Die Herstellung eines T- Shirts verschlingt beispielsweise 5 000 Liter Wasser.

Angesichts der weltweit zunehmend bedrohten Wasserressourcen und des Klimawandels ist bewusster Konsum dringlicher denn je. Ebenso brisant ist die Konzeptlosigkeit der politischen Steuerungsebene, auf der in den letzten 20 Jahren kapitale Fehlentscheidungen getroffen wurden. Das Wasser als öffentliches Gut und das Recht auf Wasser als eines der ältesten überhaupt anzuerkennen, scheint im Privatisierungs- und Liberalisierungswahn vergessen zu sein.

Zu kaufen gibt es das spannende Werk hier: http://www.wagenbach.de/buecher/titel/919-quer-zum-strom.html