Cholera for Sale in New York – Eine UNICEF Kampagne.

Was passiert wenn jemand verschmutztes Wasser in Flaschen abfüllt und es in New York City in Getränke-Automaten abietet, sieht Ihr hier im Video:  

 

Die Organisation UNICEF bot während der Weltwasser-Woche vom 22.03. bis zum 29.03. verschmutztes Trinkwasser mit verschieden Geschmacksrichtung ääähhhh Keim-Richtung in Getränkeautomaten an, von Cholera über Gelbfieber bis hin zu Malaria, war für jeden Geschmack bzw. Kunden etwas dabei. Ziel der Kampagne war  es Aufmerksamkeit für die Tatsache zu erzeugen, dass momentan ca. 744Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberen Trinkwasser haben und somit zu den Verbrauchern von verschmutzen Wasser gehören. Gezwungener Massen.

Original Text zur Kampagne:

“ What if someone bottled the water that millions in developing countries drink every day and offered it on the streets of New York?

For just a buck, during World Water Week (March 22-29), New Yorkers in the Union Square Park area were able to enjoy the benefits of DIRTY WATER. It was available in a wide variety of choices like MALARIA, CHOLERA or even TYPHOID DIRTY WATER — and currently has 900 million consumers. Over 4,200 children die of water related diseases every day and millions of people around the world lack access to clean water resources.

New Yorkers were startled to find YELLOW FEVER or HEPATITIS DIRTY WATER bottles. They looked at the vending machine in disgust. Though no one drank Dirty Water,many did donate to the cause. This idea of „selling“ dirty water was inspired by UNICEF’s promise that every dollar donated would provide safe drinking water to 40 children for a day.

This eye-opening DIRTY WATER initiative from Casanova Pendrill New York, goes beyond collecting funds for UNICEF in a unique active street effort. The goal was to shock the media and the public with this alarming issue.

The campaign is currently active since people can continue donating online at tapproject.org or via text message. Text TAP or AGUA to UNICEF (864233) to make a $5 donation.

This effort is part of a much bigger pro-bono Spanish/English campaign that Casanova Pendrill executed within UNICEF´s Tapproject.org. This is first time the campaign expands to Multicultural. Casanova has managed to secure half a million dollars in donated media and developed TV spots, Radio, Outdoor, web banners and outdoor events.

„Dirty Water© is not an actual product, but a real problem for millions of children around the world.“

 

waterwars.

Gastartikel von Moritz Piehler – Jedes Kind weiß, dass der Nil der längste Fluß der Erde ist. Schon weniger Kinder wissen, dass er auch nach wie vor eine der wichtigsten Quellen für Trinkwasser und Landbewässerung für rund 300 Millionen Menschen entlang seiner 6852 Km Ufer ist. Und dass die mangelnde Versorgung dieser Menschen mit Trinkwasser einer der nächsten großen Kriegsauslöser in der Region sein könnte, noch viel weniger.

Bildschirmfoto 2014-04-10 um 18.52.00(Wüste, Grenzgebiet zum Sinai)

Denn die ohnehin von politischen und religiösen Spannungen geprägte Region könnte in naher Zukunft einen zentralen Konfliktpunkt mehr bekommen. Die Hauptquellen für Trinkwasser in Ägypten sind die Sandsteinablagerungen im Nildelta, im west- und östlichen Wüstengebiete und unter der Sinai Halbinsel. Der Nil entspringt in den Bergen von Ruanda und Burundi, auf seinem Weg durch die zehn Anrainerstaaten verliert er 95% seines Wasser, so erreichen am Ende nur mickrige 5% das Mittelmeer. Klar, dass da vor allem Ägypten am Ende des Flusses besorgt um die zukünftige Sicherung des Wasserbestandes ist.

Wasserkriege?

Oft sind Wasserkonflikte ein weiteres Zünglein an der Waage in bereits existierenden sozialen Brandherden. So spielte bei den Bürgerkriegen in Ruanda und auch beim Dafur Konflikt das Trinkwasser keine Haupt- aber doch eine entscheidende Nebenrolle für den Ausbruch dieser Kriege. Auch im Nahen Osten, in dem 1% des Weltwasservorrats 5% der Menschheit versorgen muss, ist der Zugang zu Trinkwasserquellen immer ein zentraler strategischer Punkt in bewaffneten Auseinandersetzungen.

Diese Problematik ist also keineswegs eine neue. In einer Studie von Aaron Wolff werden zwischen 1955 und 2000 insgesamt 1831 Konflikte mit Bezug auf Wasser aufgeführt. Allerdings beinhaltet dies nicht ausschließlich Trinkwasserkonflikte. Wohin die sich zuspitzende Wasserkrise in Ägypten führen könnte, ist ebenfalls keine Überraschung aus dem Nichts:

Schon 1979 hatte der damalige ägyptische Präsident Anwar Sadat angekündigt, dass, sollte sein Land jemals wieder in einen Krieg ziehen, Wasser der Auslöser wäre. Um dies zu verhindern, gibt es seit 1999 die Nilbeckeninitiative (NBI), die eine friedliche Verteilung garantieren soll. Auch weltweit gibt es inzwíschen zahlreiche Ansätze, die drohenden Wasserkrisen einzudämmen. Die Unesco arbeitet mit verschiedenen Modellen an Lösungsoptionen, eine Initiative der Schweiz und Schweden wollen mit ihrem „Blue Peace“ Projekt dafür sorgen, dass die Wasserkonflikte in gemeinsame Kooperationsmodelle zwischen den beteiligten Ländern umgewandelt werden.

Eine langfristige Lösung kann aber nur die Bewahrung und Aufbereitung von Trinkwasser sein, um auch in weiterer Zukunft alle Menschen mit sauberem Wasser zu versorgen.

Wer mehr zu dem Thema Waterwars erfahren möchte, dem und der sei die Doku „Blue Gold“ ans Herz gelegt, die es auf youtube in voller Länge zu sehen gibt: https://www.youtube.com/watch?v=B1a3tjqQiBI

Zum Autor des Textes: Moritz Piehler ist freier Journalist und Fotograf aus der Hansestadt Hamburg.

www.moritzpiehler.de

Die Millerntor Gallery. Aus Kunst wird sauberes Trinkwasser.

HAMBURG – Vom 29. bis zum 31. Mai im Jahre 2014 nach Christi Geburt treffen international und national etablierte Künstler im Rahmen der vierten MILLERNTOR GALLERY auf vielversprechenden Nachwuchs, sowie auf engagierte Bands und Musiker.
Ziel der ungewöhnlichen SOCIALart-Ausstellung im Stadion des FC St.Pauli ist es, auf die prekäre Trinkwasser- und Sanitärsituation in vielen Ländern des globalen Südens aufmerksam zu machen und Spenden zu generieren. 30 Prozent der Einnahmen/Verkaufserlöse fließen an die teilnehmenden Künstler der Gallery und 70 Prozent gehen in die Wasserprojekte von Viva con Agua de Sankt Pauli e.V.! Somit wird aus Kunst sauberes Trinkwasser für Menschen in Ländern des globalen Südens –  mal ganz plakativ ausgedrückt.

Bildschirmfoto 2014-04-09 um 13.27.10(Die Millerntor Gallerey im Stadion des FC St. Pauli – Bildschirmfoto: vivaconagua.org)

Bereits zum 4ten Mal bieten der gemeinnützige Verein Viva con Agua de Sankt Pauli und der FC St. Pauli über 100 Künstlern die Möglichkeit sich auf knapp 4.000 Quadratmetern Fläche künstlerisch zu entfalten und in einem kulturellen Dialog zu treten.

Inhaltlich ist Vielfalt die Devise: Die MILLERNTOR GALLERY umfasst zahlreiche Kunstformen wie Street-Art, Videokunst, Fotografie, Installationen, interaktive Performance-Kunst, Malerei und Skulptur. Gezeigt werden die verschiedensten Arbeiten, u.a. auch Arbeiten von zum Beispiel Till Gerhard und Low Bros.

„Erstmals ist darüber hinaus ist ein Symposium zum Thema „Wie kann kreatives Engagement die Welt verbessern?“ geplant. Es haben Friedrich von Borries (Architekt und Kurator), Adrienne Goehler (Publizistin und Kuratorin) und Aino Laberentz (Bühnen- und Kostümbildnerin) ihre Teilnahme angekündigt.“ – Quelle: vivaconagua.org

Bildschirmfoto 2014-04-09 um 13.26.03(Bildschirmfoto: vivaconagua.org)

 

Viva con Agua de Sankt Pauli engagiert sich gemeinsam mit der Welthungerhilfe, um Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Anlagen und Hygieneeinrichtungen zu ermöglichen.

Weitere Informationen zur Millerntor Gallerey: http://millerntorgallery.org

Weitere Informationen zu Viva con Agua: http://www.vivaconagua.org

Weitere Informationen zu der Welthungerhilfe: http://www.welthungerhilfe.de