WASSER statt Tinte. Ein Drucker.

An der JILIN University in der Volksrepublik China ist ein Drucker entwickelt worden, der anstatt mit Tinte mit herkömmlichen Leitungswasser druckt. Durch diesen Prozess wird das bedruckte Papier innerhalb von 22 Stunden wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt. 

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Laut einer Studie werden 40% der im Büro ausgedruckten Unterlagen bzw. Drucke weggeworfen, nachdem sie nur ein einziges Mal gelesen wurden. Bei dieser umweltfreundlichen und kostengünstigen Alternative wird das Papier in unsichtbare Farbe getränkt, die sichtbar wird,  sobald sie mit Wasser in Berührung kommt. Bei einer Raumtemperatur von 35Grad Celsius wird das Papier innerhalb eines Tages wieder komplett weiss und kann somit wiederverwendet werden. 

Die komplette Geschichte dazu gibt es hier:

http://www.nature.com/ncomms/2014/140128/ncomms4044/full/ncomms4044.html

 

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Vergiftetes Trinkwasser in Deutschland: was industrielle Landwirtschaft auch bedeutet

von Sven Bensmann.

Dass man mit Ausnahmeregelungen aus dem Zweiten Weltkrieg zwar Aktionäre, aber nicht Flussbewohner glücklich machen kann, ist vielleicht noch nicht beim Düngemittelhersteller Kali+Salz (K+S) angekommen, der auf Basis einer Notverordnung von 1942 (als kriegswichtige Industrie) bis heute die Werra vergiftet – selbst die EU hat das allerdings inzwischen eingesehen und ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet, dass hierfür nun Vertragsstrafen bezahlen muss (naja, eigtl sind wir alle das. die dafür zahlen müssen) – dass man diese Zustände nicht ändert, sagt jedoch viel über den wahren Stellenwert des Gewässerschutzes in Deutschland.

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Allerdings soll es hier nicht um die Irrungen und Wirrungen des Kapitalismus oder Deutschlands Nostalgie bzgl. Nazigesetzgebungen gehen – um K+S geht es, mittelbar, jedoch durchaus.

Deutschland rühmt sich, seine von der DDR-Industrie vergifteten Flüsse langsam wieder gereinigt zu bekommen (von offensichtlichen Ausnahmen wie der Werra abgesehen, wo sich aufgrund der Übersalzung übrigens bereits Meeresfauna angesiedelt hat, während über 90% der heimischen Fauna ausstarb), gleichzeitig wird in Deutschland aber mehr Fleisch in „Farmen“ produziert, als je zuvor. In Farmen, die kaum den Namen verdienen, weil hier nicht Tiere gezüchtet und gemästet werden, sondern Fleisch in widernatürlicher Art und Weise industriell produziert wird

Doch auch Tiere die sich nicht bewegen dürfen, keine Sonne sehen, sich vor lauter Stumpfsinn gegenseitig die Glieder abkauen, müssen essen; müssen essen, um zu wachsen. Um verkaufsfähig zu werden. Um den Profit zu maximieren, dürfen sie dann auch nur dies: Schlachtvieh trinkt nicht. Niemals. Jedenfalls nicht im eigentlichen Sinne. Weil alle Flüssigkeit selbst wiederum mit Kraftfutter vermengt ist, um so das Wachstum zu maximieren.

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Und wer isst, wer verdaut, der muss auch die Abfallstoffe dieses Verdauungsprozesses loswerden.

Unmengen an gequirlter Scheiße, vulgo „Gülle“, müssen also Tag für Tag entsorgt werden. Und das geht praktisch nur auf Äckern, wo die schieren Massen längst nicht mehr düngen, sondern vielmehr vergiften. Überdüngung findet auf praktisch jedem Acker in Deutschland statt. Und die Schadstoffe werden über den Regen und das Grundwasser verbreitet – im Grundwasser, in Bächen, Flüssen, Seen, dem Meer.

In Deutschland kennt man zwar das Problem durchaus – doch wie schon bei Nuklearabfällen, SUV in Innenstädten und Reality-TV steht nun die Frage im Raum: Wohin mit der Scheiße?

PS: Die Niederländer haben sich diese Fragen übrigens auch gestellt. Und sind auf eine bestechend einfache Lösung gekommen: Grenzwerte, um der Überdüngung Herr zu werden – und den Export der Restbestände nach Deutschland. Hier interessiert es ja niemanden.

PPS: Jaja, dasselbe haben sie mit Dutzenden abgehalfteter Moderatoren und Komiker mit Aufmerksamkeitsdefizit gemacht. Haha. Sehr witzig!

Ein bisschen mehr Ernst bitte: spart euch eure gequirlte Scheiße für den Wetterbericht. Der hat’s verdient.

Nachgetreten – Plastik geht alle an!

Weihnachtszeit, Zeit der Weihnachtseinkäufe, des Tütenschleppens und des Hastens. In der Hast, pünktlich sind wir wieder gewarnt worden – auch hier – greifen wir weiter gern zur Plastiktüte: Es ist ja auch praktisch so ein Ding; immer griffbereit, billig – und selbst die Enkel haben noch etwas davon, nämlich dann, wenn die langsam zersetzten Plastikfetzen im Trinkwasser herumschwimmen und der Frischfisch nicht nur auf Gräten, sondern auch auf Plastiktütenreste geprüft werden muss.

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(Den Jutebeutel gibt`s hier: http://tinyurl.com/oew5ekn)

Plastik, eigentlich wissen wir das alle, zersetzt sich nur sehr langsam und ist daher denkbar schlecht geeignet für Wegwerfartikel – es ist dennoch praktisch unmöglich, es völlig zu vermeiden. Dass es weiterhin massiv genutzt wird, liegt an einem einfachen Problem: Es ist billig. Auch wenn sich die Erdölreserven langsam dem Ende zuneigen, weil es bisher unverzichtbar ist für Transport, Verpackung und Medizin, ist es noch immer viel zu billig. Und solange es billig ist, wird es genutzt.

Dass unser Wasser, unsere Umwelt, massiv darunter leiden, ist nebensächlich: Ökologie ist keine Kategorie kapitalistischer Logik; Jutebeutel sind ein Anfang, aber nur Strafsteuern für Plastik können das Problem tatsächlich lösen, bevor es zu spät ist.

Und wem von der Idee jetzt nicht bereits schlecht genug ist: Die Plastikflaschen, die so praktisch im Discounter um die Ecke gefüllt mit Leitungswasser („Tafelwasser“) herumstehen, verunreinigen nicht nur das Meer nach einer längeren Zersetzungszeit, so sie denn dort landen, sie geben bereits im Discounterregal eine Reihe von Hormonen und Giftstoffen, darunter Uran, an das darin befindliche Wasser ab – anders als Glasflaschen. Andererseits schneiden recycelte Papierverpackungen hier auch nicht viel besser ab: Sie sind ebenso oft durch Rückstände von Erdölprodukten verunreinigt und können sie an Nahrungsmittel abgeben.

In diesem Sinne: Guten Appetit!

Weiteres nützliches Wissen:

[►] Jede Minute gibt der Einzelhandel in Deutschland 10.000 Plastiktüten raus.

[►] 5 Millarden Tüten sind es pro Jahr: nur in Deutschland.

[►] 39 Mal könnte man die Erde damit umwickeln.

[►] Zirka 13.000 Plastikpartikel auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche – durch Strömungen werden diese weltweit verteilt.

[►] In der Nordsee wird der Plastikanteil am Meeresmüll auf 75Prozent geschätzt.

[►] Die Plastiktüten brauchen 500 Jahre um zu verrotten.

Warum benutzen wir eigentlich keinen Jutebeutel oder Rucksack oder oder oder beim Einkaufen?