Trinkwassermangel in Europa und anderswo.

Ein Fussballspiel dauert 90 Minuten. Heidi Klum ist angeblich wieder mit Seal durcheinander. Putin ist böse, Obama ein bisschen. Die Erde ist eine Kugel. Die nördliche Erdhalbkugel ist reich, die Südliche arm. Wasserknappheit gibt es in Afrika. In Südostasien. Manchmal in Australien. Wahrheiten und Klischees alle bedient…Oder vielleicht doch nicht?! Eine Studie der Vereinten Nationen warnt vor weltweitem Trinkwassermangel. 2070 könnte das Wasser sogar in Mitteleuropa knapp werden.

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Wasserknappheit ist in Deutschland noch ein sehr entferntes Thema, da es uns nicht direkt betrifft. Wir erfahren etwas zu dem Thema aus der Zeitung, dem Radio oder auch aus der Glotze, aber es ist noch nicht vor unserer unmittelbaren Haustür. Es ist ganz weit weg. Irgendwo in Afrika oder Südostasien. Doch bei der Ressource Wasser handelt es sich um ein globales Thema und Alles hängt irgendwie miteinander zusammen.

Natürlich ist es elementar wichtig den Menschen in den Ländern des globalen Südens den Zugang zu sauberen Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung zu ermöglichen.

„Die Welt kann aber noch keinen Sieg feiern, solange elf Prozent der Menschheit – 783 Millionen Menschen – keinen Zugang zu einer sauberen Quelle haben“, sagte Unicef-Direktor Anthony Lake . Jeden Tag stürben mehr als 3.000 Kinder an Durchfallerkrankungen. „Um diese Kinder zu retten, bedarf es noch eines langen Wegs“, sagte er. Mittlerweile haben 89 Prozent der Weltbevölkerung haben demnach täglich sauberes Wasser. Das ist ein Prozentpunkt mehr als das für 2015 formulierte sogenannte Millenniumsziel vorsah. Laut UN  haben heute im Vergleich zu 1990 zwei Milliarden Menschen mehr Zugang zu sauberem Wasser.

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Der Klimawandel und der Bevölkerungszuwachs gefährden einer UN-Studie zufolge langfristig die weltweite Wasserversorgung. „Bis 2070 wird die Wasserknappheit auch in Süd- und Mitteleuropa deutlich zu spüren sein“, heißt es im Weltwasserbericht der Unesco.

Die Nachfrage steige vor allem durch den wachsenden Bedarf an Nahrung, Energie und sanitärer Versorgung. Am schnellsten werde die Wasserknappheit in Südasien und im Süden Afrikas spürbar sein. Bis 2030 hätte sie dort vor allem Auswirkungen auf die Nahrungsproduktion, warnen die UN-Experten. Bereits im Jahr 2040 könnten in Asien und im subsaharischen Afrika mehr als 40 Prozent der Länder unter ernsthafter Trinkwasserknappheit leiden, wenn sie es bereits jetzt noch nicht tun. Bevölkerungsentwicklung, Lebensstil und Wirtschaft seien die wichtigsten Möglichkeiten, den wachsenden Wasserbedarf zu steuern.

Das zunehmende Anzapfen von Grundwasser wird problematisch

Zugenommen hat auch die Bedeutung des Grundwassers: Es bildet heute fast die Hälfte des weltweiten Trinkwassers. Im 20. Jahrhundert habe es eine regelrechte „stille Revolution“ gegeben beim zunehmenden Anzapfen dieser Ressourcen, schreiben die Autoren des Berichts. Sie fordern daher dringend eine genauere Erfassung der Reserven – und deren nachhaltigen Nutzung. „Weil Wasser preiswert und weit verbreitet ist, wird sein Gebrauch oft nicht direkt gemessen, sondern eher geschätzt.“ Zudem werde zu wenig Wasser aufbereitet. Auch geänderte Lebensgewohnheiten beim Konsum in Asien – etwa der Umstieg vom Fahrrad aufs Auto – habe Einfluss auf den Wasserverbrauch: „In den Schwellenländern könnte der Wasserbedarf um 50 Prozent über die Werte aus dem Jahre 2011 steigen.

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“ In Asien, aber auch in Teilen Afrikas, könnten mehr als 40 Prozent der Länder im Jahr 2040 unter ernsthafter Trinkwasser-Knappheit leiden. (Quelle: http://www.zeit.de)

Tiefergehender Bericht mit dem Fokus der Wasserknappheit und was man aus wissenschaftlicher Sicht dagegen unternehmen könnte gibt es hier:

http://www.bbc.com/news/magazine-17600062

(alle fotos im bericht copyright s.bensmann) 

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Wasser sparen gut, Wasser sparen schlecht – Die Zusammenhänge

Es hilft nicht den Kindern in Afrika, führt aber zur Rohrverstopfung.

Warum Wasser sparen in Deutschland nicht immer gut ist und warum das Sparen in erster Linie nur den eigenen Geldbeutel schont. Die Deutschen und das Wasser – das ist die Geschichte eines großen Missverständnisses.

„Im Bewusstsein der meisten Deutschen ist Wassersparen eine Bürgerpflicht. Schon im Kindergarten wird den Kleinen beigebracht, beim Zähneputzen das Wasser abzustellen. So prägt sich früh ein: Wasser ist kostbar. Diesen Eindruck verstärken die Medien, wenn sie über weltweite Wasserknappheit berichten und etwa Bilder der Dürre am Horn von Afrika zeigen. »Diese Berichterstattung beeinflusst uns unterschwellig«, sagt Leist. »Die Botschaft ist: Wir Deutschen verschwenden Wasser, während in Afrika die Kinder verdursten.“

Warum, wieso, weshalb und wie die Zusammenhänge sind beim Thema „Wasserkreislauf“, alles dazu gab es vor einiger Zeit in einem sehr guten Artikel in der Zeit von Pierre-Christian Fink. Dabei kommen die unterschiedlichsten Wissenschaftler zu Wort, die mit Vorurteilen aufräumen:

http://www.zeit.de/2012/14/Wasserversorgung/seite-1

Wir haben 14Minuten und 34 Sekunden gebraucht im diesen Artikel zu lesen und, so viel sei hier an dieser Stelle verraten, es lohnt sich absolut und ist keine Zeitverschwendung. Versteht die Missverständnisse, die es hier und da zu dem Thema Wasser gibt.

Wer jetzt weiter in diese Thematik einsteigen möchten, dem sei der Spiegel-Artikel „Deutsche stellen Sparrekord beim Wasserverbrauch auf“ ans Herz gelegt. Viele Fakten & Tatsachen, die Spaß machen und zum Nachdenken anregen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/verbrauch-von-wasser-in-deutschland-so-niedrig-wie-nie-a-866313.html

Wichtig: Die Zusammenhänge sind aber bei beiden Artikeln durchaus differenzierter zu betrachten.